2008-11-25

Veganismus aus einer Lebenskrise heraus

In Gesprächen mit Freunden und Bekannten von Veggerln, unter ihnen auch Sozialarbeiter, hat sich herauskristallisiert, dass Menschen oft aus einer Lebenskrise heraus zu Veggerln werden. Diese Krise kann Arbeitslosigkeit, eine schwere Krankheit, Drogensucht, die Pubertät (die ja in vielen Belangen einer Krise gleicht), eine seelische Erkrankung, massive berufliche/soziale Erfolglosigkeit, eine Scheidung,… sein.

Manche sehen nun in ihren bisherigen Wertvorstellungen und Lebensgewohnheiten offenbar die Wurzel für das Übel, in dem sie sich befinden, und trachten, auszubrechen, sprich: Sie orientieren sich an neuen Werten, das alte hinter sich lassend, ein neues Leben beginnend.

Veganismus/Tierrechtlertum, das oberflächlich betrachtet tatsächlich viele Vorteile gegenüber anderen Lebensweisen bietet, erscheint hier geradezu ideal, als sauberer, moralisch überkorrekter Weg, der nichts und niemandem Böses tut.

Das erklärt auch die Beobachtung, mit welchem Fanatismus so manches Veggerl an seiner neuen Lebensweise festhält, schließlich und endlich geht es hier nicht um das Für und Wider zum Veganismus an sich, sondern um das Für und Wider zu einem neuen Leben, wodurch ein Verwerfen des Veganismus einen „Rückfall“ in das alte Leben bedeuten würde, was ein bedeutendes mentales Hindernis für eine Abkehr vom Veganismus darstellt.


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