2010-01-15
die Entwicklungsgeschichte der veganen Szene
Folgende Entwicklungsgeschichte der veganen Szene konnte die Redaktion aus diversen Berichten, Erzählungen,… von aktiven und ehemaligen Veganern und Aktivisten der Tierrechtsszene herausdestillieren, sie basieren auf Erzählungen (und persönlichen Eindrücken), und können vielleicht nicht überprüft werden, um Kommentare mittels Mail an redaktion@antivegan.info wird gebeten.
Ihren Anfang nimmt die Szene im universitären Bereich in den 1970ern, erste Gedanken zum Thema der Tierrechte manifestieren sich in den Schriften von Leuten wie Richard Ryder und Peter Singer, letzterer gilt als Vordenker der Tierrechtsphilosophie.
Von den britischen Universitäten ausgehend, werden die Ideen der Tierrechte in der Folge in akademischen Kreisen anderer Länder aufgenommen, in den 1980ern kommt die Tierrechtsdiskussion nach Österreich. Ein inhaltlicher Zusammenhang mit der aufkommenden Ökologie-Bewegung besteht nicht, auch wenn es zeitliche Überschneidungen und personelle Überschneidungen gibt.
In den späteren 1980ern und in den 1990ern wird der Tierrechtsgedanke aus dem engeren ins weitere universitäre Umfeld hinausgetragen, und manche (aktuelle und ehemalige) Mitglieder der veganen Szene haben diese Periode als „goldenes Zeitalter“ in Erinnerung, eine Zeit, in der man Vorträge zum Thema Veganismus und Tierrechte halten, Workshops und Seminare halten und zuversichtlich in eine Zukunft blicken konnte, als deren Advantgarde man sich auffasste.
Um das Ende der 1990er herum kommt es einerseits zu einer Blüte, andererseits aber – das Internet mag hier eine Rolle spielen – auch zu einer Radikalisierung der Szene und ersten Zerwürfnissen, in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit besteht die Szene nun nicht mehr aus (an sich unterstützenswerten) Tierschützern, sondern aus eher gefährlichen Fanatikern, die Laboratorien abfackeln und Scheiben von Kürschnern einschlagen.
Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts setzen sich die Radikalisierungs- und Zersplitterungstendenzen fort, die Szene dürfte den Zenit ihres Wachstums überschritten haben. Aufgrund der zunehmenden Gewaltbereitschaft einzelner Teile der Szene sieht sich die Szene in ihrer Gesamtheit zunehmend der Beobachtung und Unterdrückung durch den Staat ausgesetzt, die Massen konnte die Szene nicht erreichen.
Die Redaktion weist noch einmal darauf hin, dass es sich bei der oben skizzierten Geschichte der Tierrechts-Szene (in Österreich) um Berichte und persönliche Eindrücke einer Reihe von Personen handelt. Inwiefern diese Personen tatsächlich mit der Szene zu tun haben (hatten) und inwieweit deren Berichte authentisch sind, kann die Redaktion nicht beurteilen.
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