2010-01-05

die Soja-Problematik

Die Soja-Pflanze ist eine in Ostasien heimische Kulturpflanze, die genauso wie Erbsen und Bohnen zur Familie der Hülsenfrüchtler gehört. Sie hat einen hohen Anteil an Eiweiß und Öl, wobei letzteres einer ihrer Hauptanbauzwecke ist, da das Öl für die menschliche Ernährung genutzt wird. Der eiweißreiche Sojaextraktionsschrot wird weiterverarbeitet, meistens allerdings mangels menschlichem Bedarf als wertvolles Abfallprodukt der Lebensmittelindustrie als Futtermittel in der Viehzucht verwendet1.

Im Herkunftsbereich der Soja-Pflanze werden aus Soja traditionell noch weitere Produkte gewonnen, darunter auch Tofu, der sich wohl am besten als „Käse“ beschreiben lässt, der ähnlich wie Käse aus Milch eben aus durch Gerinnung des Bohnensaftes gewonnen wird.2

In der asiatischen Küche wird aber – zumindest ist das der Eindruck der Redaktion – Tofu stets als Zutat verwendet, und nicht als Fleischersatz.

Die Soja-Pflanze enthält nun Isoflavone bzw. Phyto-Östrogene, also Stoffe, die in ihrer Wirkung menschlichen weiblichen Geschlechtshormonen ähneln. Das deutsche Bundesinsitut für Risikobewertung rät daher von einer Verwendung von Soja-Produkten als Säuglingsnahrung deutlich ab,3 auf antivegan.at selbst gibt es einen Blog-Eintrag über negative Auswirkungen von Soja auf die Spermienproduktion beim Mann, Link:sylt-gesund-leben.de bezeichnet Soja gar als „Gefahr für die Menschheit“ und schreibt von Stoffen, die die Verdauung von Mineralien und Eiweiß im menschlichen Körper behindern (Phytate und Trypsinhemmer), und ein Artikel in der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung spricht von der Gefahr allergischer Schocks und kanzerogener Wirkung.4

Die Redaktion hat den Eindruck, dass sich die Forschung zur Soja-Problematik zwar noch im Anfangsstadium befindet, dennoch gibt es bereits deutliche Hinweise auf negative gesundheitliche Folgen übermäßigen Sojaverzehrs. Und dass das für vegan lebende Menschen durchaus ein Thema ist, zeigt sich an der beobachtbaren „Soja-Lastigkeit“ veganer Rezeptsammlungen, so enthalten zum Beispiel mehr als die Hälfte der Einträge in der Rezeptsammlung auf Link:vegan.at die Worte „Soja“ oder „Tofu“.


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Fußnoten:
1: Quelle: de.wikipedia.org
2: Quelle: de.wikipedia.org
3: Quelle: www.bfr.bund.de
4: Quelle: www.sueddeutsche.de