2010-04-18

Peter Singer, Philosoph

Peter Singer ist ein Vordenker der Tierrechtsphilosophie und einer der Leute, die den Begriff des „Speziesismus“mitgeprägt haben.1

Der Kern der Singerschen Ethik ist es, dass nicht die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Art ausschlaggebend für die moralische Relevanz eines Wesens ist, sondern seine Fähigkeit, Leid und Glück zu empfinden,2 ein Schluss, er aus einer Link:utilitaristischen Ethik heraus zieht.

Allerdings ist Utilitarismus selber problematisch, so sind zum Beispiel Glück oder Leid nicht messbar,3 mit einer gewissen Anfälligkeit für [locallin naturalistischer-fehlschluss naturalistische] Fehlschlüsse behaftet, ist unter Umständen geradeheraus ungerecht,4 und weist eine Zahl an an weiteren Widersprüchlichkeiten auf.5

In der Folge ist auch Singers Ethik problematisch, so lässt er zum Beispiel den Begriff des Glücks bzw. der Glückseligkeit – die ja an sich die Grundlagen dieser utilitaristischen Ethik sind – unreflektiert,6 was sogar auf Überschneidungen mit der NS-Ideologie7 hinauslaufen kann, was wiederum zu massivem Widerstand gegen seine Thesen und zu Ausladungen seiner Person von Veranstaltungen geführt hat.8,9

Singers Moralphilosophie gilt als logisch unsauber und lückenhaft,10,11 es lassen sich geradezu absurde Schlussfolgerungen aus ihr ziehen, wie etwa, dass der moralische „Wert“ eines schlafendes Menschen geringer ist als der desselben Menschen, wenn er wach ist, und er lässt etwa die Thematik der allgemeinen Anwendbarkeit von Tierrechten (d.i. auch außerhalb der menschlichen Gesellschaft) komplett außer Acht.

Es ist der Standpunkt der Redaktion, dass hier müßig auf einem an sich ohnehin labilen Fundament (Utilitarismus) eine geradezu skurrile Philosophie mit einer Reihe an Ungereimtheiten (bzw. Widersprüchlichkeiten) aufgebaut worden ist, deren fundamentale Fehler sie unbrauchbar für die praktische Anwendung machen.


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Fußnoten:
1: Quelle: www.britannica.com
2: siehe dazu auch: „Speziesismus“
3: siehe dazu auch: Leidensethik
4: So ist es zum Beispiel möglich, utilitaristisch den Mord an Unschuldigen zu legitimieren.
5: Quelle: www.phillex.de
6: Quelle: www.heise.de
7: Quelle: www.forum-bioethik.de
8: Quelle: www.aerzteblatt.de
9: Quelle: www.spiegel.de
10: Quelle: www.uni-heidelberg.de
11: Quelle: naturalismuskritik.wordpress.com