2009-09-06
Tom Regan, Philosoph
Tom Regan, emeritierter Professor für Philosophie der North Carolina State University, USA,1 ist neben Singer der wohl wichtigste Denker der Tierrechts-Bewegung.
Der Kern seiner Philsophie besteht darin, dass jedes Tier „Subjekt eines Lebens“ ist und als solches per se über grundlegende Rechte verfügt;2 Regans Philosophie stellt also eine Erweiterung der Prinzipien der Menschenrechte auf die Tierwelt dar, und steht damit im Widerspruch zur Ethik eines Peter Singer, da er nicht utilitaristisch sondern – ähnlich wie Kant – grundsatzbasierend argumentiert.
Das zentrale Problem von Regans Ethik besteht allerdings darin, dass er zwar richtig folgert, man dürfe Behinderten und Kindern ihre Rechte nicht absprechen, aber die Tatsache ignoriert, dass Behinderte und Kinder deswegen trotzdem nicht das Recht haben, andere zu töten, man Tieren dieses Recht [andere Tiere zu töten] im Allgemeinen jedoch zugesteht, obwohl auch sie nicht in der Lage sind, etwaige ihnen zugestandenen Rechte anderen zuzugestehen, was zu zwei möglichen Schlüssen führt:
- Es ist tatsächlich unannehmbar, dass Tiere andere Tiere töten, in diesem Fall wäre aber de facto die gesamte Natur kriminell, was das Prinzip einer Ethik zunichte machen würde.
- Es ist in Ordnung, dass Tiere andere Tiere töten, aber dann muss es ebenfalls in Ordnung sein, dass Menschen (die ja auch nur Tiere sind) andere Tier töten, wodurch seinerseits der Tierrechtsgedanken hinfällig würde, eine Ungleichbehandlung der verschiedenen Spezies3 lehnt Regan ja ab.
Die Redaktion hat keinen Hinweis darauf finden können, dass sich Regan dieser Problematik in seinen Schriften annimmt.
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Fußnoten:
1: Quelle: www.tomregan-animalrights.com
2: Quelle: www.vegan.at
3: siehe dazu auch:
„Speziesismus“
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