2008-11-25
Wie funktioniert Landwirtschaft?
Seit dem Ende der Altsteinzeit, in welcher die Menschen umherziehende Jäger und Sammler waren, gibt es Landwirtschaft. Hier werden Tiere nicht gejagt, sondern gezüchtet, und Pflanzen werden nicht eingesammelt, sondern angebaut.
Hier gibt es das Prinzip der Fruchtfolge, das heißt, dass auf einem Feld niemals zweimal hintereinander dasselbe angebaut werden sollte, da sonst die Böden kaputt und damit unfruchtbar werden. Manchmal müssen Felder auch brach liegen, um sich zu erholen, und nicht jedes Feld eignet sich für den Anbau von jeder Feldfrucht, manche Felder gar eignen sich überhaupt nicht als Acker: Diese Felder werden als Weide für das Vieh verwendet.
Ebenfalls an das Vieh verfüttert werden diverse pflanzlichen Abfälle, die somit einer Verwertung zugeführt werden; Essensreste, Küchenabfälle und dergleichen werden an die Tiere mit dem sprichwörtlichen „Saumagen“ verfüttert, eben an die Schweine, und sogar aus Nektar und Pollen von Blumen und Bäumen wird über den Weg des Honigs Ertrag gezogen – zuguterletzt werden selbst die Fäkalien der gehaltenen Tiere als Dünger auf die Felder aufgebracht.
Um Mensch und Tier über den Winter zu bringen, wurde in Zeiten vor der Möglichkeit des Kühlens oder Importierens aus anderen Ländern Fleisch geräuchert, getrocknet oder eingesalzen (eingepökelt), Getreide, Obst und Gemüse für den Menschen entweder eingekellert, gespeichert, eingemacht, eingekocht oder getrocknet, Milch in Form von Käse gelagert, und das Gras für das Vieh wurde früher getrocknet und auf dem Heuboden gespeichert, heute wird es in Mitteleuropa hauptsächlich
siliert.
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