2009-09-16

die Evolution des Menschen

Früheste Anfänge – die Primaten

Vor ca. 90 bis 70 Millionen Jahren tauchen die ersten Primaten auf der Erde auf, sie sind kleine, baumbewohnende Säugetiere, die äußerlich wohl am ehesten wie heute lebende Spitzhörnchen Link:aussehen.

Vor etwa 50 bis 45 Millionen Jahren entsteht innerhalb der Primaten eine Gruppe, die früher als „Halbaffen“ bezeichnet wurde, vor ca. 40 Millionen Jahren gibt es eine Trennung der Primaten in die Neuwelt- und Altweltaffen, als sich Kontinentalplatten der amerikanischen Kontinente und Afrika voneinander trennen, und von den Altweltaffen spaltet sich vor ca. 30 Millionen Jahren schließlich der Zweig der Cercopithecidae (Meerkatzenverwandten) ab.

Ab hier lassen die Fossilienfunde keine gültigen Rückschlüsse auf den weiteren Verlauf der Evolutionslinien zu, erst für die Zeit zwischen 34 und 24 Millionen Jahren gibt es mit den Hominoiden wieder einen festmachbaren Bezugspunkt. Während dieser Zeit ist die Welt zu großen Teilen von tropischen und subtropischen Wäldern bedeckt, was sich in späteren Zeiten ändert, was für die Entwicklung des Menschen eine gravierende Bedeutung hat.

Der letzte gemeinsame Vorfahre von Orang-Utan, Schimpanse, Gorilla und Mensch, so vermutet man, existiert während des späten Miozäns, also zwischen 15 Millionen und 6 Millionen Jahren.

Die Gattung Homo

Die weitere Entstehungsgeschichte ist (noch) nicht klar festzumachen, sicher ist, dass um den Zeitraum von vor etwa zweieinhalb Millionen Jahren die ersten Vertreter der Gattung Homo auftauchen, und auch hier gibt es noch keine allgemein anerkannten und gesicherten Erkenntnisse.

Gemeinsam ist den Vertretern der Gattung Homo jedoch ihr Werkzeuggebrauch einhergehend mit einer über die Generation zunehmendem Gehirnvolumen sowie einer Reduktion der Körperbehaarung und der Kiefer.1

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass sich mehr oder weniger zeitgleich mit Homo auch die Gattung – ausgestorbene – Australopithecus entwickelt, eine extrem an Pflanzennahrung angepasste Gattung. Die gegenüber robusten Australopithecinen weniger spezialisierte Nahrungsstrategie des frühen Homo erweist sich letztlich als die erfolgreichere, und es scheint plausibel, dass die Ernährung beim sukkzessiven Wachstum des Gehirmvolumens über die Generationen hinweg eine entscheidende Rolle spielt. Nachdem die Größenzunahme des Gehirns einmal einsetzt, tritt wahrscheinlich ein synergistischer Effekt ein: Wachsende Nahrungsqualität und Gehirnzunahme bedingen gegenseitig eine weitere Steigerung, größere Gehirne befähigen zu komplexerem sozialen Verhalten, was wiederum die Taktiken der Nahrungsbeschaffung verbessert.

Eine dieser verbesserten Taktiken ist dann vermutlich auch der Übergang vom Aasesser zum aktiven Jäger, archäologische Funde weisen auf diese Revolution im Verhalten hin. Bei den Lagerstätten der Frühmenschen mehren sich nun Tierknochen, die erkennen lassen, dass die Tiere mit Steinwerkzeugen zerlegt wurden.

der Homo sapiens

Vor ca. 200 000 bis 150 000 Jahren finden sich dann die ersten Fossilien des Homo sapiens auf, also der Tierart, deren Exemplaren eines diesen Artikel geschrieben hat und deren Exemplaren ein zweites selbigen gerade liest.

Quellenhinweis und -angabe

Für detailiertere Informationen zum Thema menschlicher Evolution möchte die Redaktion auf die ausgezeichnete Internetseite Link:www.evolution-mensch.de verweisen, die auch als Grundlage für diesen Artikel,2 dient, der an sich eine Zusammenfassung dieser Seite ist, die nach Kenntnis und Recherche der Redaktion zuverlässig den aktuellen Wissensstand zur Evolution des Menschen darstellt und zur weiteren Lektüre wärmstens empfohlen wird.


Nächstes: der Mensch als Jäger


Fußnoten:
1: Quelle: de.wikipedia.org
2: so nicht anders angegeben