2008-11-25
Konrad Lorenz über die Irrwege der Tierschützer
Konrad Lorenz, einer der wichtigsten wenn nicht der wichtigste Verhaltensforscher unserer Zeit, schreibt:
Leider verharrt ein erschreckend großer Teil der Tierfreunde, vor allem aber der Tierschützer, auf diesem ethisch höchst gefährlichen Standpunkt. Nur jene Tierliebe ist schön und veredelnd, die der weiteren und allgemeineren Liebe zur gesamten Welt der Lebewesen entstammt, deren wichtigster und zentraler Teil die Menschenliebe bleiben muss: […] Wer aber, von menschlichen Schwächen enttäuscht und verbittert, seine Liebe der Menschheit entzieht und sie an Hund oder Katze wendet, begeht zweifellos eine schwere Sünde […]. 1
Lorenz′ Werk mag zwar in manchen Bereichen umstritten sein,2 seine Expertise auf dem Gebiet der Verhaltensforschung ist es nicht. Dass gerade ein dem – an sich äußerst tierfreundlichen – NS-Regime keinesfalls feindlich gesinnter Forscher von „schwerer Sünde“ bei einer Tierliebe spricht, deren Ursache eigentlich in einer Antipathie gegenüber der Menschheit liegt, ist bemerkenswert.
Nächstes: Textpassagen aus Werken von „Vegan Reich“
Vorheriges: Der Freiherr von Knigge über übertriebene Tierliebe
Fußnoten:
1: Quelle: www.bio.vobs.at
2: Quelle: science.orf.at
Tierliebe als Ergebnis von Menschenhass
psychosoziale Hintergründe
antivegan.at
