2008-11-25
Freude über den Tod von Jägern
Immer wieder lässt sich beobachten, dass Nachrichten über bei der Ausübung des Waidwerks oder einfach so verunglückte Jäger Freudenstürme in Veggerl-Foren auslösen, wie zum Beispiel im
Forum von vegan-central.de
Thomas: Ich lass mir ja die google-news zu bestimmten Themen zuschicken, ich schätze mal, ohne Witz, dass fast täglich ein Jäger an seiner Dummheit stirbt: […]
Cat: zu wenig
Ein Diskutant, der meint, dass hier Schadenfreude nicht angebracht wäre, wird zurechtgewiesen:
agent X: Da hast Du recht, eher ist mörderisch Ablachen angesagt.
Jäger erschiesst euch – und bitte macht schnell!
Dieses Phänomen ist nicht auf den deutschsprachigen Raum beschränkt, so zitiert die Veggerlparodie-Seite
vegetablecruelty.com die Reaktionen von Veggerln auf den Tod eines Jägers mit
– Justice served!
- Happy! Happy! – Joy! Joy!
- If he was my father or brother I′d be even more happy because it would be personal
Auf Deutsch: „Der Gerechtigkeit wurde Genüge getan!“ „Frohsinn, Frohsinn, Freude, Freude!“ „Wäre es mein Vater oder Bruder gewesen, wäre ich noch glücklicher, denn dann wäre es persönlich“… zurecht fragen sich die Seitenbetreiber, wieso ein Mensch, der ja eigentlich auch ein Tier ist, weniger wichtig oder wertvoll sein sollte als ein Bock oder ein Berglöwe.
Auch der Tierrechtler und Akademiker H. F. Kaplan wird von
Henyrk Broder zitiert mit:
Wenn ich erfahre, dass jemand, der soeben gestorben ist, ein Jäger war, so werde ich von einem tiefen Glücksgefühl übermächtigt. Wenn ich dann auch noch höre, dass der Betreffende vorher leiden musste […] so ist mein Vergnügen umso größer.
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Tierliebe als Ergebnis von Menschenhass
psychosoziale Hintergründe
antivegan.at
