2010-01-16

„Fleischfresser stinken!“

Man hört immer wieder, dass Menschen, die sich auch von Fleisch ernähren, einen intensiveren Körpergeruch hätten als etwa Vegetarier. Der Grund dafür sind möglicherweise die Stoffe Link:Indol und Link:Skatol, die wiederum Abbauprodukte von Link:Tryptophan sind, welche als essentielle Aminosäure im menschlichen Körper eine Vielzahl von Funktionen bei der Synthese von Hormonen, Neurotransmittern („hat mit den Nerven zu tun“) und in den Muskeln hat.1

Sowohl Indol als auch Skatol kommen dabei in der Natur sowohl in Blütendüften vor als auch in Kot, wobei der Unterschied zwischen einer angenehmen und einer unangenehmen Geruchsempfindung die Konzentration ist.2,3 Tryptophan selbst als deren Ausgangsstoff ist eine essentielle Aminosäure und kommt in Fleisch und Milch in recht großen Mengen vor,4 der immer wieder beobachtete Effekt mag darauf zurückzuführen sein, dass Menschen mit einem geringeren Konsum von Fleisch und Milchprodukten auch weniger Tryptophan zu sich nehmen und damit auch weniger Indol und Skatol als seine Abbauprodukte bilden.

Interessant in diesem Zusammenhang ist die Beobachtung, dass sich das beschriebene „Geruchsproblem“ offenbar auf vegetarisch/vegan lebende Menschen beschränken dürfte: Leute, die beginnen, vegetarisch zu leben, berichten, nach einer gewissen Zeit eine verstärkte Empfindlichkeit für diese Gerüche zu entwickeln, bzw. sie nach einer Rückkehr zu Mischkost wieder zu verlieren.5

Gänzlich überzogen ist allerdings die Assoziation des gewöhnlichen Körpergeruchs anderer Menschen mit Fäulnis, bzw. dem Geruch nach „Leichen“ bzw. Kadavern, der Körpergeruch lebender Menschen ist davon vollkommen verschieden.6


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Fußnoten:
1: Quelle: de.wikipedia.org
2: Quelle: de.wikipedia.org
3: Quelle: de.wikipedia.org
4: Quelle: de.wikipedia.org
5: Quelle: Habe mich hier auf Erfahrungsberichte von Vegetariern verlassen müssen.
6: Beruhend auf eigenen Erfahrungen (Zivildiener in der Geriatrie) als auch diversen Gesprächen mit Ärzten, Gemeindebediensteten, et cetera.