2008-11-25
Gewalt und Heavy Metal
Vor einigen Jahren bin ich sehr regelmäßig im
Escape, einem der besten Metal-Lokale in Wien. Dort ist es praktisch
niemals zu Gewalt gekommen, wir Schwermetallsüchtigen pflegen nämlich
irgendwelches Ungemach rauszulassen (Anmerkung: „headbang“) wodurch wir
zumeist herrlich ausgeglichene Menschen sind.
Eines Tages steht ein Typ mit′n weißen Leiberl im Lokal. Irgendwas mit „vegan“ steht da drauf, und er ist ein Veggerl in Reinkultur, denn es reicht ihm nicht, dass er selber nicht mit der Tatsache zurechtkommt, dass in unserer Welt mitunter leidensfähige Wesen verspachtelt werden, nein, auch die anderen müssen seiner Meinung nach seiner Ansichten teilen.
Ich kümmere mich nicht weiter um den, hau mich lieber zu meiner Partie, und komme eben in nächster Zeit wieder einmal ins Escape – wo ich Folgendes erfahre: Der Typ fängt an, mit jemandem zu diskutieren. Das Lokal sperrt zu, er kräult ihm zu einem nahen Würschtelstand nach. Dort diskutiert er weiter, steigert sich immer mehr rein, und während der ander ein Hotdog frisst, platzt es aus dem Veggerl heraus, er schimpft den anderen Mörder, Tierquäler, irgendsowas, und schlägt zu – so stark, dass seinem Opponenten ein Stück Schneidezahn herausbricht.
Der andere hat nicht zurückgeschlagen. Hätte er das getan (1,80 groß, knapp 100 Kilo schwer, kräftig), es wäre von dem Veggerl wohl nichts übriggeblieben.
(eingesandt von: Zacharias)
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