2008-11-25

„Erst ignorieren sie dich, dann…“

Mahatma Gandhi wird folgendes Zitat zugeschrieben:

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.

Damit bekräftigen Veggerln gern ihre Überzeugung in den zwangsläufigen Erfolg der Tierrechtsbewegung, es gibt aber Gründe, die Zwangsläufigkeit besagten Erfolges der Tierrechtsbewegung als nicht gegeben anzusehen:

Erstens gibt es in unserer Zeit eine Vielzahl von Bewegungen, die ignoriert, verlacht oder bekämpft werden, und bei denen von einer Zwangsläufigkeit ihres Erfolges nicht die Rede sein kann, wie etwa diverse religiöse Sekten und dergleichen, auch andere ideologische Splittergruppen wie etwa die (ultralinken) Trotzkisten stagnieren de facto auf einem Niveau gesellschaftlicher Bedeutungslosigkeit; zum Anderen bezieht sich nach Erkenntnis der Redaktion obiges Zitat auf eine gewaltlose Bewegung, und davon kann angesichts des tierrechtlerischen Terrors nicht die Rede sein.

Es mag sein, dass sich große Teile der Tierrechtsbewegung – ganz in „Gandhi-Manier“ – ausschließlich gewaltlosen Widerstands, zivilen Ungehorsams und der freien Meinungsäußerung bedienen, das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass eben auch Scheiben eingeschlagen, Gräber geschändet, Gebäude angezunden und Autos demoliert werden – eine Entwicklung, die der Erkenntnis der Redaktion nach Resultat des Umstandes sind, dass sich die friedlichen Methoden des Tierrechtsaktivismus als großteils wirkungslos erwiesen haben, was in weiterer Folge zu einer Radikalisierung der Szene geführt hat.

Kurzgefasst könnte man auf dieses Zitat antworten:

Gandhis Anhänger haben weder Scheiben eingeschlagen noch Häuser angezündet. Manche werden eben ignoriert, weil sie unbedeutend, verlacht, weil sie lächerlich sind, und bekämpft, weil es sich bei ihnen um Verbrecher handelt, und aus keinem anderen Grund.


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