2010-01-10

Das Appellieren an den Abscheu

Ebenfalls eine Methode, die von Veggerln erfahrungsgemäß sehr gern eingesetzt wird, ist das Appellieren an den Abscheu, also der Versuch, mittels dem Hervorrufen von Ekel vom eigenen Standpunkt zu überzeugen.1,2,3

Der argumentative Unzulässigkeit dieser Vorgehensweise ergibt sich aus der Tatsache, dass es für die Richtigkeit einer Aussage vollkommen irrelevant ist, ob man sie oder ihre Konsequenzen jetzt ästhetisch ansprechend oder abstoßend findet, salopp formuliert: 1+1=2, ganz egal, ob man jetzt diese Gleichung ästhetisch schön findet, oder sich bei ihrem bloßen Anblick übergibt.

In der Praxis lässt sich die Unzulässigkeit der beschriebenen Vorgehensweise daran sehen, dass nicht alle Leute dasselbe Ekelempfinden haben, und es hier auch markante kulturelle Unterschiede gibt,4 allerdings gewisse ethische Normen (wie zum Beispiel die Ächtung von Raub, Mord, Betrug, Vergewaltigung) in praktisch allen Kulturen gleich auftreten.


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Fußnoten:
1: Quelle: images.google.com
2: Quelle: veganelinke.antispe.org
3: Quelle: vegan-central.de
4: So würde sich zum Beispiel in Südostasien niemand vor einem geschlachteten Hund ekeln, und in Südamerika niemand am Schlachten eines Meerschweinchen etwas Abstoßendes finden, während der in Europa übliche Umgang mit Hunden wohl in vielen Kulturen auf Unverständnis und unser Verzehr von Schweinen sogar auf Abscheu stoßen würde.