2011-07-02

2011-07-02, „Hnat, der einige kennt“

Der Standard war einmal eine respektable Zeitung, bürgerlich-liberal, und hochseriös, war er Pionier bei Online-Medien, und bis zum heutigen Tag ist derstandard.at Österreichs größtes Online-Portal für Nachrichten. Dieser Erfolg hat sich allerdings als zweischneidiges Schwert erwiesen, und wenn es rein nach Absatzzahlen ginge, müsste die Kronenzeitung das qualtitativ höchstwertige Medium von allen sein – und derstandard.at folgt ihr, was die Qualität der Beiträge angeht: ein einst respektables Medium verkommt zu einem Boulevard-Blättchen für Bobos.

Trotzdem finden sich immer wieder interessante Versatzstückchen, wie zum Beispiel eine nichtig erscheinende Meldung über ein paar Tierrechtsaktivisten, die in Spanien in Untersuchungshaft gesteckt worden sind:1

Felix Hnat von der Veganen Gesellschaft Österreich, der einige der Festgenommenen persönlich kennt

Warum wundert mich das nicht?

Ich selber war lange Jahre politischer Aktivist, und niemals ist auch nur einer von meinen Mitstreitern/Bekannten in Untersuchungshaft gelandet. Nie. Und da waren Leute darunter, die ganz offen den Umsturz des Systems propagiert und auch betrieben haben, aber aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen, nun, hinter Gittern gelandet ist keiner.

Kann es sein, dass es gewisse absolute Grundregeln des Miteinander gibt, die Tierrechtler einfach nicht verstehen?


Nächstes: 2011-05-28, EHEC
Vorheriges: 2011-07-28, Tierrechtler im Visier der Europol


Fußnoten:
1: Quelle: derstandard.at

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