2011-04-16
2010-12-27, vegan.at echauffiert sich über AMA-Anzeige
Im
Forum von vegan.at erhitzen sich die Gemüter über eine Schaltung der
Agrarmarkt-Austria, weil diese es doch tatsächlich wagt, Anzeigen zu schalten zum Thema „Brauchen wir Fleisch?“, die sie beantwortet mit: „Fleischverzicht ohne gesundheitliche Konsequenzen ist möglich. Aber nicht leicht.“
Und das ist vollkommen korrekt.
Allerdings wären Veggerln keine Veggerln, wenn sie sich nicht sofort in Verschwörungstheorien ergehen würden:
Die AMA hat es sich einiges kosten lassen zu diesem Thema eine ganze Seite Werbung im Standard zu schalten.
Fleisch-Propaganda
Es steckt eine unglaubliche Lobby dahinter, ein riesiges, profitorientiertes Geschäft auf Kosten der Gesundheit vieler Menschen.
Dass die gute, alte Agrarmarkt-Austria allerdings alle landwirtschaftlichen Produkte bewirbt – auch pflanzliche – ist offensichtlich etwas, was den Veggerln entgangen sein dürfte, und selten habe ich eine so dermaßen sowohl journalistisch als auch wissenschaftlich korrekte Anzeige gesehen.
Vegetarismus und – in verschärfter Form – Veganismus sind Mode- und Randgruppen-Erscheinungen, vergleichbar mit vielen anderen soziokulturellen Phänomen, die es ebenfalls niemals schaffen, zum Massenphänomen und schließlich zu Allgemeingut zu werden, und zwar schlicht und ergreifend aus dem Grund, weil das, was sie transportieren, Unsinn ist, und die AMA, im Dienste der Allgemeinheit bzw. in der besten Eigenschaft als Körperschaft öffentlichen Rechts, wirkt eben hier eben entsprechender Verunsicherung entgegen.
Fleisch ist nicht ungesund und schon garnicht „unnatürlich“, es ist nicht für den Welthunger oder soziale Ungerechtigkeit verantwortlich, auch wenn sich diese Erkenntnis nicht mit eurer Pseudo-Religion verträgt, da könnt ihr Gräber schänden, Scheiben einschlagen und Häuser anzünden, soviel ihr wollt.
Nächstes: 2010-11-29, und wieder einmal ein paar hinter Gittern
Vorheriges: 2010-01-12, antivegan.at, status quo und Ausblick
