2010-11-01
2010-11-01, „Öko-Prostituierte“
In Zeiten, wo der Standard schon lange die Pfade des Qualitätsmediums verlassen hat und nicht einmal mehr der Spiegel als Hort seriösen Journalismus′ erscheint, schreckt es, ausgerechnet in der
Zeit ganz groß eine ehere schreierisch anmutende Artikelüberschrift zu lesen:
Öko-Prostituierte
Bei genauerem Hinsehen stellt sich allerdings heraus, dass der Titel so schreierisch nicht ist, handelt es sich doch um eine Beschreibung der Zustände und Methoden eines Unternehmens, welches hier schon besprochen worden ist: lush
Am sogenannten Go Naked Day etwa schickt die Firma Angestellte nackt auf die Straße. […] Ebenso in München im Sommer 2008. Dort nahmen Ordnungshüter die Personalien überraschter Angestellter auf. Ihnen war suggeriert worden, alles sei harmlos. […] Eine der ZEIT vorliegende Mail zum Münchner Vorfall im Sommer 2008 zeigt indes, dass Lush Rechtsauflagen ignoriert. […] Immer wieder taucht der Sektenvorwurf auf.
Ich empfehle wärmstens die Lektüre besagten
die Zeit-Artikels, er bestätigt das Vorurteil, dass Wahnsinn, krumme Touren und Veganismus immer nahe beieinander angesiedelt sind.
Nächstes: 2010-09-26, kein Interesse an Balluch & Co.
Vorheriges: 2010-11-29, und wieder einmal ein paar hinter Gittern
