2008-12-02
2008-12-02, Chrrr… de Joodn, de Joodn!
Es ist immer wieder interessant, was man so alles an auf den diversen Veggerl-Seiten findet. So zum Beispiel auch auf der der Startseite von
peta2, wo sich folgender Aufmacher finden lässt, welcher zu einem entsprechenden
Artikel verweist:
Amiram Grinvald und seine Kollegen im Weizmann-Institut in Israel! Was soll man dazu noch sagen? Ja, genau, frei nach Walter Moers:
Chrrr… de Joodn! Weizmann und Grünwald in Isreal tun schreckliche Dinge! Die vollkommen sinnlos sind! Jetzt echt, heast, die quälen Tiere! Doch keine Angst, liebes Veggerl, die Rettung naht, denn genauso wie es auch gute Deutsche gibt, gibt es auch gute Juden, und zwar in Form der ebenfalls israelischen Organisation „Let the Animals Live“, deren Helden geradezu in James-Bond-Manier ermittelt und echt schreckliches Material gedreht haben. Und nicht zuletzt kann man sich „ein Video der grausamen und sinnlosen Experimente“ natürlich auch ansehen, um sich eindringlich vom Sadismus der Verantwortlichen und von der Sinnlosigkeit des Ganzen beeindrucken zu lassen.
Wozu das gut sein soll, erschließt sich nicht, es sei denn, man sieht es von einem Standpunkt des Sensationsjournalismus aus: Es sind Reizwörter drinnen: Erstens einmal „die Juden“, und man kann sich in geradezu pornographischer Weise am Leiden der lieben Tierchen ergötzen. Das sorgt für einen maximalen Effekt bei den Emotionen und für einen minimalen Effekt im Denken, was genau die Art und Weise ist, für die man für Ideologien wie Veganismus Stimmung machen kann.
Der kritische Diskurs zu dem Thema bleibt der Gegenseite überlassen.
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