2009-01-05
2008-11-14, Tierversuche und HIV
Veggerln sind faktenresistent. Sie fordern Rechte1 für Tiere und sind gegen alles, was ihrem naiven Weltbild2 widerspricht, unbeeinträchtigt von irgendeiner Rationalität.
Und natürlich sind sie auch gegen Tierversuche und werden nicht müde, zu behaupten, wie unsinnig/unbrauchbar/Beliebiges einsetzen Tierversuche nicht wären.
Glücklicher Weise hat ihre Einstellung einen ähnlichen Verbreitungsgrad wie UFO-Glauben und dergleichen, weshalb die Forschung auch weitergeht und regelmäßig Erfolge in der Bekämpfung von Krankheiten wie zum Beispiel AIDS aufweisen kann:
Die Wissenschaftler um Dan Barouch verwendeten Erkältungsviren, die sie dann mit einem Protein des SI-Virus ausstatteten. [...] Um die Reaktion des Immunsystems zu steigern, impfte Barouch die Affen zwei Mal, bevor er sie mit einer tödlichen Dosis SIV infizierte. „Auch wenn unsere Impfung die SIV-Infektion nicht verhinderte, hat sie im Blut der Tiere doch die Werte des Virus deutlich gesenkt und die Entstehung von Aids verhindert“, sagt der Forscher. Dies zeige, dass es grundsätzlich vielversprechend sei, weiter nach Impfstoffen zu suchen.
diepresse.com
Und in der Tat: Die medizinische Forschung macht hier gewaltige Fortschritte, die zu greifbaren, messbaren Ergebnissen führen:
Noch vor 15 Jahren kam die Diagnose einer HIV-Infektion einem Todesurteil gleich. Mittlerweile sind die Fortschritte in der Behandlung so gewaltig, dass zumindest behandelte HIV-Infizierte mit einer CD4-Zellzahl über 500/mm³ über einen Zeitraum von fünf Jahren eine vergleichbar niedrige Sterberate haben wie die allgemeine Bevölkerung.
www.kompetenznetz-hiv.de
Das ist etwas, was wir uns stets vor Augen führen müssen: Tierversuche retten Leben.
Wer einem Notarzt in den Arm fällt, der einem Unfallopfer das Leben retten will, kommt, wenn er „Erfolg“ hat, wegen Totschlages hinter Gitter, tut er es wiederholt, sieht er wohl bis zum Ende seines natürlichen Lebens die Freiheit nicht mehr wieder.
Das muss man sich vor Augen führen, wenn irgendwo irgendwelche Kasperln gegen Tierversuche demonstrieren oder gar Menschenrechte für Affen fordern. Da nützt auch die Gewissheit, dass sie deren Errungenschaften im Bedarfsfall ohne jegliche Gewissensbisse für sich selber in Anspruch nehmen würden3,4 recht wenig.
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Fußnoten:
1: Bitte nicht vergessen, dass es einen gravierenden Unterschied zwischen Tier-Rechten und Tier-Schutz gibt!
2: siehe dazu auch:
Das Bambisyndrom
3: siehe dazu auch:
Mary Beth Sweetland, PeTA-Funktionärin
4: siehe dazu auch:
2008-11-21, Heuchler? Aber WIR doch nicht!
